Freitag, 17. Juli 2026

Frankreich 35 Grad Nord....

 ......aber nicht Nordfrankreich

Mittwoch, 10.06.2026:
Noch gegen Nachmittag traten wir unsere Reise in Richtung Südwesten an. Unser erstes Ziel, Villeret erreichten wir gegen Abend.
 

 
 In der französischen Schweiz hatten wir uns für eine Festunterkunft entschieden. Alle Türen waren offen, was uns positiv überraschte. Das Zimmer war so, wie das Haus.
 
 
 Alles aus Holz und klein, aber fein. 
 
 
 
Donnerstag, 11.06.2026: 
Nach einem sättigendem Frühstück fuhren wir erstmal ein gutes Stück Landstraße durch verschlafene Dörfer. Diese französische, schweizer Ecke gefiel uns recht gut. Hügelig, viel Gründ und viele Wälder. Und scheinbar noch kein Massentourismus vorhanden. Wahrscheinlich auch nicht besonders verwunderlich. Im Internet haben wir mal einen Blick auf die einheimischen Supermärkte und ihre Angebote geworfen. Bei den gelesenen Lebensmittelpreisen durchaus vorstellbar, dass sich recht wenig Touris in die Schweiz trauen. Wir waren ja auch nur "Transitgäste" und wollten ja heute schon nach Südfrankreich fahren. 
Unser erstes Ziel camping La Sousta in der Nähe von Avignon erreichten wir gegen Spätnachmittag. Oh je! Da hatten wir mal wieder einen riesigen und vor allem sehr unübersichtlichen Campingplatz erwischt. Wir suchten ein bißchen, bis wir die richtige Parzelle fanden. Nach unserem typischen Campingessen Nudeln mit Tomatenthunfischsauce waren wir wieder fit. Da konnte so ein Rundgang über den Platz nicht schaden. Dabei stellten wir fest, wie groß dieser Platz wirklich gewesen ist. Dennoch waren wir auf einmal am Ausgang. Ich kaufte noch zwei Ansichtskarten in der Rezeption. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass nach ein paar Jahren Wahlfach Französich wohl nicht viel hängen blieb. Aber mit ein paar Brocken Französisch hatte ich einen Satz zusammen. Scheinbar wohl doch zu gut. Denn der Security antwortete mir mit dem Originalton in Landessprache. Excusès moi, non parlès bon Francès  ( Also zu gut Deutsch wollte ich ihm sagen: Verzeihen Sie bitte, aber ich spreche nicht so gut Französich.) Er hatte mich allerdings verstanden und ratterte den gleichen Satz auf Englisch herunter, den er mir auf Französisch geantwortet hatte. Dennoch verstand ich ihn diesesmal. So erfuhr ich, dass ich erst am nächsten Tag Briefmarken kaufen konnte. Und dass er als Security ja eigentlich nur die Abendvertretung übernahm. Bon. Dann schauten wir einfach mal, was es denn außerhalb vom camping la Sousta so alles zu sehen gab. Über googlemaps wußten wir ja schon, dass die berühmte Brücke Pont Du Gard ganz in der Nähe sein musste. Schon bald erblickten wir einen großen Parkplatz mit Schranke und einem braunen Hinweisschild Pont du Gard. Sieben Euro Parkgebühr! Na, da htte sich unser Platz schon ausgezahlt. Aber wo war denn nun diese berühmte Stück Weltkulturerbe? Kurz und gut. Ich fragte einen jungen Mann mit ein paar Worten Französich, wo denn die Brücke sei. Gleichzeitig erwähnte ich diesesmal auch, dass ich nicht viel Französich könne und ob er Englisch spreche. Ich glaube, ich drückte mich in etwa so aus: et parlès Inglese?  In dieser kleinen Konversation bemerkte ich einerseits, dass es gar nicht wichtig ist, die jeweilige Landessprache fließend zu sprechen. Wichtig ist, man probiert es. Damit trifft man sich schon mal auf gleicher Ebene und man zeigt als Touri, dass man sich mit dem Land schon etwas vertraut gemacht hat. Bei dieser Gelegenheit wiederlegte sich bei mir jetzt endgültig ein Vorurteil, das ich bisher gegenüber den Franzosen hatte: Es stimmt nicht, dass die Franzosen kein Englisch oder Deutsch sprechen und den deutschen Touristen nicht helfen wollen. Der junge Mann konnte nicht viel Englisch, hat uns aber gerne weitergeholfen. Tja, und so haben wir die Pont Du Gard ziemlich schnell gefunden. 




In der Nähe fand sich auch noch ein Viadukt.  
 

 
 
Wir haben das unmittelbare Hinterland noch ein bißchen erkundet und hatten dabei traumhafte Ausblicke auf die Umgebung.
 
 

 
 Man könnte in dieser Ecke noch einige Spaziergänge unternehmen. Aber wir waren ja erst am Anfang unserer Reise. Und, das erste Mal in der Provence zu Gast. Auf jeden Fall war es für mich ein tolles Gefühl vor dieser riesigen Brücke davorstehen zu dürfen.
 
 
 
 Wow! Da wird man auf einmal ganz klein, wenn man von unten nach oben, auf dieses Unescoweltkulturerbe schauen darf.
 
Freitag, 12.06.2026:
Heute hieß es nach dem Frühstück erstmal akklimatisieren. 34 Grad im Schatten. Und gestern Früh noch acht Grad in der Schweiz. Bei 26 Grad Temperaturunterschied radelten wir erstmal ganz gemütlich nach Remoulins. Die älteste Hängebrücke Frankreichs war unser erstes Ziel.
 
 


 
 Sie wurde von den Brückenbauern Marc und Camille Seguin erbaut. Sie hatten auch das Prinzip der Hängebrücke erfunden. Leider sind von diesem Denkmal nur noch die tragenden Saulen erhalten. 1830 wurde diese Brücke fertiggestellt. Sie sollte die Tranquille-Fähre auf der alten Poststraße von Paris über Mont Pellier nach Spanien ersetzten. (Man bedenke, nach Barcelona wären es eigentlich nur noch 400 Kilometer gewesen) 
 
 

 
Nach der Besichtigung suchten wir erstmal die Touriinfo auf. Auf Deutsch und Englisch  bekamen wir von der Angestellten Tips für Avignon und die Altstadt Remoulins.
Einen kleinen Busfahrplan für den nächsten Tag und einem kleinen Stadtplan für Remoulins mit deutschsprachiger Beschreibung  bekamen wir kostenlos dazu. Gut ausgestattet schauten wir uns die fast verlassene und einsam wirkendenden Gebäude der Altstadt an. 

 
Notre Dame de Bethlehem. Sie wurde im 12 Jahrhundert erbaut. Das Tor wird von einem Glockenturm mit einem "Kamm" gekrönt, der in dieser Region selten ist und vor dem ein Uhrturm aus dem 17. Jahrhundert steht. 





Eigentlich ist da nur noch dieser Turm übrig geblieben.. Es ist ein typisches Bauwerk mit Buckelquadern aus dem 13. Jahrhundert




Nach einem kleinen Einkauf ging es zurück zum Campingplatz. 
 
Samstag, 13.06.2026: 
Extra früh aufgestanden. Extra ein kurzes Frühstück eingenommen und mit dem Rad in die Stadt gestrampelt um rechtzeitig an der Bushaltestelle zu sein. Wir warteten und warteten. Ein Bus kam, aber irgendwie... war das doch auf der anderen Seite geplant, oder? Da stand doch Arles und nicht Avignon drauf? Und dann hatte er auch noch Verspätung. Das konnte nur noch besser werden. 20 Minuten später kam dann noch ein weiterer Bus vorbei. Mit der Aufschrift Arles fragten wir nochmals nach. Denn wir wollten ja nach Avignon, so wie es ja auf der Bushaltestelle stand. Nein, ich fahr nach Arles, antwortete der Busfahrer. Völlig genervt packten wir schließlich am Campingplatz zusammen und fuhren selbst mit dem Stadtindianer nach Avignon.Camping Pont D Àvignon hatte noch einen Platz für uns frei. Die Dame an der Rezeption nickte verständnisvoll, als ich ihr von dieser Geschichte erzählte.
Einer unserer Stühle war etwas locker. Auch da hat uns die Rezeptionistin mit einem Mehrkantschlüssel ausgeholfen, so dass Ralf das Schräublein wieder anziehen konnte. Merci bokout. 
 Einen Vorteil hatte jedoch die frühe Aufsteherei. Wir konnten uns noch die berühmte Brücke Saint Bènezet und den Papstpalast anschauen.
 
 

 
 
 
 Nach einem gefolgten Stadtrundgang  taten uns die Füße weh.
 
 
 

 
 





Nach einer kleinen Pause schauten wir uns noch den Papstpalast an.
 

 
 Dann ging es aber endgültig mit dem Rad zurück zum Campingplatz. Im rauschen der Bäume schliefen wir wunderbar ein. 
 
 
 
Sonntag, 14.06.2026: 
Markthalle am Vormittag gesehen. check. Die Auswahl war echt super. Viele schöne Tresen mit vielfältigem Angebot.
 Wein, Fleisch,
 
Fisch

 

Gemüse und Obst



Käse

 

 
 Viele Tische zum Sitzen und Schlemmen am Rande. Wir waren noch satt vom Frühstück und unser Kühlschrank hätte nicht die Aufnahmekapazität gehabt, einen ganzen Fisch zu bevorraten. Daher mussten wir unser Vorhaben aufgeben, den ganzen Markt leerzukaufen :-) Daher begnügten wir uns mit etwas Obst, Gemüse, Brot und Käse. Den Nachmittag verbrachten wir auf unserer beschaulichen, riesigen Parzelle. Im Schatten einer Silberpappel, Haselnussträuchern und noch anderen Gewächsen genossen wir den kühlenden, provenzialischen Wind. Sonst hätten wir die hohen 34 Grad nie ausgehalten. 
 
 
Montag, 15.06.2026
Aufgewacht sind wir ja heute schon gegen halb acht. Bis wir dann allerdings alles fertig hatten, wars halb elf. Macht ja nix. Is ja Urlaub. Und die Franzosen sahen die relativ späte Abreise sehr gelassen. Unsere heutige Tour führte ein Stück durch die Berge zu den Lavendelfeldern der Provence. Gesehen haben wir ja schon Einige. Aber so richtig satt blau haben wenige geblüht. 
 
 
 
 
Das Örtchen Sault hat sich als Touristenfalle herausgestellt. Gut, dass wir da nur durchgefahren sind. Unterwegs haben sich dann immer wieder lohnende Zwischenhalte für Photos ergeben. Gott sei Dank sind aber in dieser Gegend noch einige Orte vom Massentourismus verschont geblieben.
 
 

 
 So konnten wir beim Durchfahren der restlichen Bergdörfer die typische, südländische Bauweise betrachten. Kleine, rote, bis sosa getünchte Häuschen, deren Fenster längliche, schmale, bunte Fensterläden schmückten. Schmiedeeiserne Balkone vervollständigten das Hausbild Wie fast überall im Süden schlängelten sich schmale Straßen und Gäßchen durch die Ortschaften. 
Nach einem kleinen Einkauf erreichten wir schließlich camping Aix en Provence in der selbigen Stadt. Fertig von der Fahrerrei und der Hitze lauschten wir einer Chorproge der Zikaden. 
 
 
 
  
Dienstag, 16.06.2026: 
Langsam mutieren wir zu Langschläfern. Gegen Mittag machten wir uns auf den Weg nach Aix en Provence. In dieser Stadt sollte es angeblich ganz tolle Märkte geben. Allerdings hätten 90 Prozent der Stände auch an der Touristenmeile des Gardasees stehen können. Wir schoben unsere Drahtesel durch das Gewühle. Nebenbei warf ich immer wieder ein paar Bilicke auf die Häuserfassaden. Am Ende der vielen Klamottenstände erblickten wir einen riesigen, bekannten Brunnen, den Fontaine de la Rotonde. 
 
 

 
In der Nähe machten wir unsere Räder fest. Zu Fuß ging es weiter durch die Altstadt. Google Maps brachte uns noch zu einem kleinen Lebensmittelmarkt mit ein paar Ständen. Da wurden wir schon eher fündig. Wir haben da noch ein paar Kleinigkeiten aus der Region bekommen. Souveniers zum gut riechen und würzen kann man immer brauchen. 
 
 
 

 
 
Je weiter wir von der Touristenmeile weg waren, je weniger wurden die Geschäfte. Die Häuserfassaden mit ihren eigentlich hübschen Fensterläden und schmiedeeisernen Balkonen wurden auch immer ungepflegter. Interesannterweise haben wir außerhalb der Tourimeile auch keine Bettler mehr gesehen. Abends kamen wir noch mit anderen Campingreisenden ins Gespräch. Wir schauten uns das Fußballspiel der WM Frankreich gegen Senegal an und fieberten mit den Franzosen mit. Selbst ein Pärchen aus der Bretagne ließ es sich nicht nehmen mit uns ein paarWorte auf Englisch zu quatschen. Sie hatten wohl gleich gemerkt, dass wir der französischen Sprache nicht besonders mächtig waren.  
 
 
 
  
Mittwoch, 17.06.2026: 
Heute ging es wieder ein Stückchen weiter. Ursprünglich hatten wir geplant, in Cassis zu übernachten. Jedoch hatte es wohl der Campingplatz nicht nötig, sich zurückzumelden. Die Kriterien sprachen nicht gerade positiv über diesen Platz. Mir schwante schon mal nichts Gutes über diese Stadt. Man muß auch dazusagen, dass das Internet nicht immer ehrlich ist. Mit Hilfe vom Navi haben wit Cassis gut gefunden. Die Stadt lockte mit traumhaft aussehenden Bildern der Calanques. Dabei handelt es sich um tiefe, enge Felsbuchten, aus Kalkgestein, die an eine Felsbucht erinnern Sie gehören zum Weltkulturerbe und sind auf Grund der hohen Besucherzahlen zum großen Teil anmeldepflichtig. Nach ein bißchen Suchen im Internet hatte ich die Calanques mit dem Städtchen Cassis und seinem Hafen gefunden. Bei unserer Anreise entpuppte sich eine nervige Irrfahrt kreuz und quer durch die Stadt. Genau ersichtlich waren die von Google adressierten Parkplätze schonmal nicht. Und man hätte auch nur fast an einer Stelle einen Blick auf die Calanques von Cassis werfen können. Ansonsten wurde uns der Blick mit ausgewachsenen Büschen, Bäumen und Häusern versperrt. Das ist doch Verarsche! Verärgert traten wir den Rückweg an. Unser Fazit: Macht einen großen Bogen um diese Stadt. Wenn Ihr zufällig daran vorbeifährt, macht ein Photo von der Weite, wo die Sicht am besten ist. Auf der Autobahn erreichten wir bald Cogolin und Camping de lÀrgenine. Ein großes, grünes, schmiedeeisernes Tor zeigte uns den mit Zypressen gesäumten Weg zur Rezeption. Wir bekamen ein grasbewachsenes Plätzchen zugewiesen. Gleich gegenüber dem Swimmingpool. So. Geschafft. Aufbauen. Hinsetzen. Essen. Chillen. Übers Handy fand ich heraus, dass es eine sog. Feenbrücke ganz in der Nähe unseres Campingplatzes geben soll. Wir radelten zunächst der Straße entlang an Weinbergen und zwei Weingütern vorbei. Das Eine pompöser, als das Andere. Ob die auch guten Wein gehabt hätten? Kurz vor dem Ziel stellten wir unsere Räder ab.
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 Den restlichen Weg gingen wir lieber zu Fuß. Auf steilen, steinigen Wegen bei sengender Sonne ging es durch ein verwunschenes Tal zum Ziel.
 
 
 

 
 

 
 Wiedereinmal hatte das Internet ein bißchen mehr vorgegaukelt, als noch von der Brücke zu sehen war. Aber immerhin hatten wir diesesmal unser Ziel erreicht. Allerdings ist es auf jeden Fall die Umgebung wert, die Brücke mit Blick auf die Burg und einer Mühle zu besuchen. 
 
 
 
 

 
Hier der Link mit Geschichte dazu: 
 https://www.camping-grimaud.fr/de/tourismus-var/tourismus-port-grimaud/le-pont-des-fees-in-grimaud/
 
Beim Rauschen des Baches wanderten wir wieder zurück. Der Zufall wollte es, dass ich den Franzosen noch beim Pètanque zuschauen konnte. 
 
 

 Vielleicht wurde sogar gerade ein Wettkampf veranstaltet. Es waren ein paar Buden aufgebaut und viele Franzosen hatten sich versammelt. 
 
 
Hier der Link zu diesem Präzisisonssport:
https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A9tanque
 
 
und so sieht ein Petonquefeld im Kleinformat aus - geknipst auf dem Campingplatz in Aix en Provence

 
 

Donnerstag, 18.06.2026: 
Geschniegelt und gebügelt machten wir uns heute auf den Weg ins französiche Venedig, nach Port Grimaud. Dieses Sätdtchen präsentierte sich mit zahlreichen Touristen und einigen Schranken vor der Stadt. In der Nähe eines bewachten Parkplatzes stellten wir unsere Räder ab und gingen zu Fuß weiter. 
 
 
 
 
Über youtube hatte ich schon geshen, dass man selbst mit dem Motorbot durch die Wasserstraßen fahren konnte. Gleich vor de Toren der Stadt präsentierte sich schon der erste Anbieter mit gestaffelten Preistufen. Ich weiß nicht mehr genau, wie hoch, aber auf jeden Fall im dreistelligen Bereich.

 
 

 
 Kein Fall für uns. In aller Ruhe bummelten wir über die Steinbrücken und Stege.
 
 

 
 

 
 Blos nicht ins Wasser fallen. An manchen Stellen standen sogar Stühle ganz nah am Wasser. Wir entschlossen uns für eine 30minütige Bötchenfahrt. Versprochen wurde uns auf Englisch. Leider wurde nichts draus. Na ja, egal. Schön wars trotzdem. Und die berühmte Holzbrücke haben wir auch gesehen. 
 
 
 
 
Leider ist diese nur per Boot erreichbar. Einen Zugang zum Meer mit Badesandstrand gab es in Port Grimaud auch. 
 
 

 
 Auf dem Weg zurück fuhren wir noch bei einem benachbarten Weingut vorbei. 
 
 
 
 
Wir mussten einfach mal nachschauen, ob das wirklich echt gewesen ist. 
Abends hatten wir keine Lust zu kochen. Das Restaurant des Campingplatzes ist zwar nicht unbedingt landestypisch gewesen. Aber dafür lecker und preiswert. 
 
Freitag, 19.06.2026: 
Heute fuhren wir zum Campingplatz Tikayan Oxygene So ein paar Lavendelfelder gehören einfach zum Provenceurlaub dazu. Ein paar davon hatten wir schon auf dem Weg zu unserem Campingplatz gesichtet. Per Fahrrad schauten wir uns die nach dem Essen genauer an. 
 
 
 
 
 

 
 

 
 

 
 
Samstag, 20.06.2026: 
Heute haben wir uns mit einer Route für Fahrradfahrer von google auseinandergesetzt. Nach 1,5 Kilometern traten wir bei einem steinigen Feldweg den Rückweg an. Rückzug ist in disem Fall die vernünftigste Lösung gewesen. 
 
Sonntag, 21.06.2026: 
Heute fuhren wir nach Valensole, dem Hauptanbaugebiet des Lavendels. Dort soll es laut google ein Museum geben. Besichtigungszeit 45 Minuten, hieß es. Na, dann sollte das ja machbar sein. Denn schließlich bewegten wir uns ja schon wieder auf dem Heimweg. Am Ziel angekommen konnten wir schon von weitem die Menschentrauben sehen, die sich in und um den satt lilafarbenen Feldern bewegten. Ich kam mir vor, als ob wir gerade alle Influencer an einem Platz überfallen hätten, die es jemals im Internet gegeben hatte. Aber wir wollten ja weiter. Wir wollten erst das Museum sehen und dann die Lavendelfelder photographieren. Dieses kleine Freilichtmuseum hatten wir in insgesamt 30 Minuten angeschaut.
 
 

 
 
 
 
 
 
 
Die Beschreibungen waren leider alle nur auf Französisch. Jetzt ging es zurück zu den Lavendelfeldern.
 
 
 
 
 

 
 

 
Wir hatten uns genügend Freiraum für unsere Bilder geschaffen. Am gemeinschaftlichen Überfall des Souveniershops haben wir uns nicht beteiligt. Dafür schmeckte das Lavendeleis umso besser. Ein bisschen innerlich abgekühlt ging es durch die französischen Alpen und hübsche Bergdörfer. Wir wollten einfach noch ein paar Tage in Frankreich bleiben. Deswegen quartierten wir uns auf dem Campingplatz Annecy - Le Solitaire du Lach ein. 
 
 
 

 

 
Montag, 22.06.2026:
So. Geschafft. Noch einen weiteren Tag auf dem Campingplatz gebucht und zu günstigen ACSIPreisen bekommen. Für uns hat sich ACSI mal wieder gelohnt. Sehr gut ausgeruht und vom Abendessen bestens gestärkt radelten wir nach Annency. Immer am See entlang mit herrlichen Ausblicken auf die Berge und Dörfer entlang des Radweges. Von der Bauweise her kam ich mir vor wie in der Schweiz. Große Häuser, mit breiten, langgezogenen Dächern. Kein Wunder, wir waren auch nur eine Stunde von der Schweiz entfernt. Annency wird auch das kleine französiche Venedig genannt.
 
 

 
 

 
 

 
 

 
 
 Theoretisch hübsch anzusehen, aber stark überlaufen. An den Kanälen war alles vollgestopft mit Touristen, die sich in den Restaurants das Geld aus der Tasche ziehen ließen.
 
 
 
 Uns genügten ein paar Photos mit einem kleinen Spaziergang.
 
 
 

 
 
 
 Bei angenehmen Temperaturen ging es zurück zu unserem Campingplatz. 
 
Dienstag, 23.06.2026: 
Unser letzter Tag in Frankreich. Genauer gesagt, Südfrankreich. Wir sind uns Beide einig: Zum Akklimatisieren würden wir Annency gerne wieder probieren. Allerdings mussten wir uns leider in Richtung Deutschland bewegen. Wir entschieden uns, es bei Parkcamping Lindau zu probieren. Full up! Hieß es auf dem Hinweisschild bei unserer Ankunft. Dennoch wagten wir einen vorsichtigen Versuch, nachzufragen. Es gab ja schließlich auch die Transitcampingplätze vor dem Campingplatz. Jedoch ist unser Problem, dass wir alles hätten rausstellen müssen. Wir hatten aber Glück. Kurz zuvor war jemand abgereist. Wir bekamen eine Parzelle mit Strom ganz in der Nähe des Seeufers. Check out bis 11:00. Für zwei Tage wären auch noch Bustickets dabei gewesen. Allerdings waren wir bei dieser Wärme so k.o, dass wir uns für grillen und chillen auf der Parzelle entschieden. Etwas ausgeruht haben wir den Sonnenuntergang an der Strandbar genossen. Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass in Frankreich die Temperaturen bei 35 Grad Celsius gedeckelt waren. Am Bodensee haben wir die 31 Grad zunächst bei Gewitterstimmung ganz gut ausgehalten. Wir hatten aber Glück und das Gewitter zog nach Friedrichshafen, so dass ein angenehmer Abend in Lindau Parkcamping zu Ende ging.  
 
 
 
 
Erstes Fazit zu Frankreich und den Franzosen:
Südfrankreich hat uns sehr gut gefallen. Wir könnten uns vorstellen, diesem Landstrich wieder einmal einen Besuch abzustatten. Unser erster Eindruck ist, dass die Franzosen doch mehr Englisch mit uns Deutschen reden (können/wollen), als immer behauptet wird.